Ralf Stefan Rösner – Künstler & Pädagoge Startseite

Ralf Stefan
Autor & Musiker

Unter der Bedingung: „Aber du bringst nur Einsen und Zweien nach Hause“, gab mir Mutter für meine Freizeit die totale Freiheit. Ich konnte mich ausprobieren und versuchen, wie ich es wollte. Gleichzeitig trainierte ich im Schwimmverein, war Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer, gab Mathenachhilfe, spielte in einer Band und gründete eine Singegruppe.

Und trotzdem schaffte ich den Schulabschluss mit 1,0. Da konnte niemand meckern. Die Zukunft war fest geplant und vorbereitet. Aber dann passierte es.

Ich konnte das Auto nicht sehen. Sie kam von hinten. Ich auf den ihren Kühler. Sie an einen Baum. – Aus der Traum.

Mehrere Schädelbrüche, Koma, Krankenhaus und lange Auszeit. Lesen und schreiben waren weg. Als Analphabet konnte ich mein Studium nicht beginnen. 

In langen Gesprächen mit Mutter fanden wir heraus, rechnen ging noch. 6 x 6 = 36 und die Wurzel aus 169 war die 13. 

„Gitarre kannst du bestimmt auch noch spielen.“ Ich holte meine Gitarre. „Spiele dein Lied von der Made.“

„Aber Mutter, die Made ist doch nur ein Gedicht!“

„Ja, aber du kannst es auch singen. Spiele ein wenig um-ba, dann fällt es dir bestimmt wieder ein.“Unter der Bedingung: „Aber du bringst nur Einsen und Zweien nach Hause“, gab mir Mutter für meine Freizeit die totale Freiheit. Ich konnte mich ausprobieren und versuchen, wie ich es wollte. Gleichzeitig trainierte ich im Schwimmverein, war Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer, gab Mathenachhilfe, spielte in einer Band und gründete eine Singegruppe.

Und trotzdem schaffte ich den Schulabschluss mit 1,0. Da konnte niemand meckern. Die Zukunft war fest geplant und vorbereitet. Aber dann passierte es.

Ich konnte das Auto nicht sehen. Sie kam von hinten. Ich auf den ihren Kühler. Sie an einen Baum. – Aus der Traum.

Mehrere Schädelbrüche, Koma, Krankenhaus und lange Auszeit. Lesen und schreiben waren weg. Als Analphabet konnte ich mein Studium nicht beginnen. 

In langen Gesprächen mit Mutter fanden wir heraus, rechnen ging noch. 6 x 6 = 36 und die Wurzel aus 169 war die 13. 

„Gitarre kannst du bestimmt auch noch spielen.“ Ich holte meine Gitarre. „Spiele dein Lied von der Made.“

„Aber Mutter, die Made ist doch nur ein Gedicht!“

„Ja, aber du kannst es auch singen. Spiele ein wenig um-ba, dann fällt es dir bestimmt wieder ein.“

▶︎ Die Made.mp3

„Hans nutze, was du kannst. Und immer dranbleiben! Niemals aufgeben!“

Über die Jahre musste ich alles neu lernen. Nach vielen Jahren, Umwegen und Abkürzungen, Zufällen und auch Glück hatte ich es geschafft und ihren Auftrag erfüllt. 

Ich wurde Lehrer für Mathematik und Musik.  

 

Aber, ich hatte meine Jugend vor dem Unfall total vergessen oder verdrängt.

Das Bild

Bis vor einigen Jahren. Durch einen Zufall traf ich meine ehemalige Mitschülerin Tina. Sie zeigte mir ein Bild und fragte: „Kannst du dich noch an unsere schöne Zeit erinnern?“

Da waren meine langhaarigen Jugendfreunde. Zusammen waren wir die Schülerrockband PROXIMA in Treuenbrietzen.

„Trau keinem über 30!“ war unser Motto.

Unser Schlagzeuger Steini fragte mich als wir kennenlernten: „Mathe ist dein Lieblingsfach? Da gehe ich doch lieber zum Zahnarzt.“

Unser erster Probenraum war ein Schweinestall. – Wir wollten lieber in den Kuhstall. Aber Bens Opa erklärte uns: „Das kommt nicht in Frage. Bei eurer Musik wird doch die Milch sauer!“

Mir fielen sofort 20 – 30 Geschichten ein und ich wollte einen Song über uns schreiben. „Wir sangen englisch ohne Englisch!“ – aber es waren viel zu viele für einen Song.

 

Es wurden 3 Romane.

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